Nutzen Sie KPIs für eine verbesserte Anwendung von Automatisierungen

Gute Manager nutzen Leistungskennzahlen (KPIs), um die Performance von Angestellten, Abteilungen, Produkten oder dem ganzen Unternehmen zu messen. Für Unternehmen, die ihre Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus treffen wollen, sondern auf der Basis von Zahlen und Fakten, sind KPIs eine Selbstverständlichkeit.

Aber warum gibt es keine KPIs für die Automatisierung? Normalerweise haben Unternehmen beim Kauf von Produkten für die Erstellung von Business- und IT-Workflows bestimmte wichtige Prozesse im Kopf, die sie automatisieren wollen, zum Beispiel ein Runbook oder eine regelmässig wiederkehrende Serviceanfrage. Tägliche Routinearbeiten, Serverbereitstellung, Nachtverarbeitung oder die Eingliederung von Mitarbeitenden können weitere Beispiele sein. Die Produkte für die Automatisierung verfügen über Mittel, um die definierten Prozesse zu messen und zu überwachen. Aber wie viele Prozesse im gesamten Geschäfts-, Service- oder IT-Bereich können automatisiert werden?

Zufällige oder konzeptuelle Automatisierung

Ich stelle fest, dass durch die Technologien für eine robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) der Fokus stärker auf die generelle Möglichkeit von Automatisierungen gelegt wird. Das liegt hauptsächlich daran, dass Geschäftsanalytiker öfter in solche Projekte involviert sind und Workflows innerhalb von Geschäftseinheiten besser definiert sind. Auf der anderen Seite werden Automatisierungen im IT-Bereich oft auch nur aus der Not geboren und als punktuelle Lösung für ein spezifisches Problem eingeführt. Dies birgt die Gefahr, dass viele verschiedene Produkte und Insellösungen für die Automatisierung eingeführt werden, die zunehmend schwieriger zu handeln sind. Kommt Ihnen das bekannt vor? Fügen Sie unten einen Kommentar ein oder melden Sie sich für Benachrichtigungen zu kommenden an Webinaren.

TIPP: Sprechen Sie mit Ihren Teams nicht über zu erledigende Aufgaben, sondern über Prozesse und Workflows. Das ist sehr wichtig, um ein Umdenken herbeizuführen. Denken Sie daran, dass Sie als Führungsperson etwas mindestens sieben Mal sagen müssen, damit es Ihnen geglaubt und aufgenommen wird. Also immer schön alles wiederholen!
Ob Sie zum ersten Mal ein Automatisierungsprodukt einführen oder die Anwendung weiter vorantreiben wollen – denken Sie immer auch an die Geschäftsanalyse. Nehmen Sie sich Zeit für eine Bewertung der Automatisierung, um die Gesamtstrategie und die Ziele der Automatisierung zu dokumentieren. Befragen Sie Datenbankadministratoren, Führungskräfte aus dem Bereich Infrastructure & Operation (I&O), Servicemanager, Anwender, Entwickler, Anwendungseigentümer und so weiter.
TIPP: Konzentrieren Sie sich auf Teamleitungsmitglieder und Angestellte mit langjähriger Erfahrung. Nutzen Sie deren Wissen, bevor es zu spät ist.
Um diese Analyse zu fördern, würde ich Ihnen raten, sich zunächst auf die grösseren (und vielleicht zeitaufwändigeren) Prozesse zu konzentrieren, wie Backups, Disaster Recovery, Nachtverarbeitung, Sicherung des Online-Tages, Eingliederung von neuen Mitarbeitenden, BI-Datenunterstützung, Anwendungs-Upgrades, Patches, Deployments, Bereitstellung, Compliance-Checks und so weiter. Nachdem Sie eine High-Level-Strategie erstellt und alle grösseren Prozesse herausgefiltert haben, können Sie anhand dieser Liste mit der Erfolgsmessung beginnen.

Spielifizierung

Auch wenn Ihr neues Automatisierungs-Dashboard nur den Prozentsatz automatisierter Prozesse anzeigt, ist das schon ein grossartiger Anfang. Weitere nützliche KPIs könnten sein: im aktuellen Monat automatisierte Tasks, abgeschlossene Workflows, automatisch beantwortete Serviceanfragen, geplante Berichte oder Selfservice-Anfragen. Die wirkliche Stärke von KPIs liegt darin, dass sie an Werte appellieren, die den meisten Menschen von Kind an eigen sind: einen kompetitiven Charakter und den Wunsch, zu gefallen.

TIPP: Um Ihre Teams wirklich zu motivieren, präsentieren Sie Automatisierungs-KPIs für verschiedene Abteilungen oder Teams – der Wettkampf unter den Gruppen wird nicht lange auf sich warten lassen. Die Spielifizierung ist ein sehr mächtiges Werkzeug.

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About the Author
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Paul Wade

Paul Wade ist Vice President of Products bei SMA Solutions. Er hat eine globale strategische Ausrichtung für SMA Produkte, Analystenbeziehungen, den Automatisierungsmarkt und neue Möglichkeiten. Paul ist ständig bestrebt, qualitativ hochwertige und einfach zu bedienende Lösungen zu finden, die Vertrauen schaffen, den Umsatz steigern und die Supportkosten für unsere Kunden senken. Sein innovativer Führungsstil in Kombination mit unserem erfahrenen Team von Produktmanagern hilft unseren Kunden, echten Wert und Wachstum zu erzielen.